Termine 2019

Gesprächsabende 

In diesem Jahr trifft sich der Elterngesprächskreis an folgenden Terminen:
 

25.03.2019 Ihre Fragen zu Legasthenie und Dyskalkulie
03.06.2019 Schwierige Gespräche Eltern/Lehrer?! Das muss nicht sein
26.08.2019 Hilfen im Sinne des Nachteilsausgleichs 
28.10.2019 Lerntherapie -Worauf Eltern achten sollten. 
 
jeweils 19.30h bis ca. 21.00h
 
Die Treffen finden statt im FIZ Familien Informationszentrum, Harsefeld, Herrenstr. 25A (Parkmöglichkeiten Einfahrt Gierenberg).

Die Abende bieten die Möglichkeit in lockerer Runde zum Erfahrungs- und Informationsaustausch im Umgang mit Lese-Rechtschreib-Schwäche und Rechenschwäche zu Hause, in der Schule und beim Einstieg ins Berufsleben.  

Wir bitten um Anmeldung bei 

Birgit Lukas, Tel. 04164- 8532 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Legasthenie

Der Bundesverband Legasthenie/ Dyskalkulie schreibt hierzu auf seiner Internetseite:

"Eine Lese Rechtschreibschwäche (LRS) hat nichts mit Dummheit oder Faulheit zu tun. Betroffene haben Schwierigkeiten, die Kulturtechniken Lesen und Schreiben nach herkömmlichen Methoden zu erlernen. Es fällt ihnen schwer Denkanforderungen, die sie auf Grund der Logik der Schriftsprache erwerben müssen, zu verstehen.
Bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Lese-/Rechtschreibschwäche stoßen wir auf zahlreiche Erscheinungsbilder und Erklärungsmodelle. Die Ursachen können sowohl genetisch, medizinisch oder entwicklungsbedingt sein, als auch auf äußere Faktoren, wie familiäre Schwierigkeiten, unterrichtliche Bedingungen etc. zurückzuführen sein. Es gibt allerdings keine eindeutige Ursache, die ein Kind zum Legastheniker werden lässt. So können z.B. zentrale Fehlhörigkeit oder Sprachschwierigkeiten Lese-/Rechtschreibprobleme bedingen, aber nicht jedes Kind mit zentraler Fehlhörigkeit oder Sprachschwierigkeiten wird zum Legastheniker.
Das Erscheinungsbild einer Lese-/Rechtschreibschwäche ist sehr individuell.


Kinder sind in der Regel begeisterte Lerner. Kann ein Kind ein altersgemäßes Lernziel nicht erreichen, gibt es dafür schwerwiegende Gründe. Während des Schriftspracherwerbs machen legasthene Kinder die gleichen Fehler, wie alle anderen Kinder auch. Sie unterscheiden sich nur durch folgende Punkte von ihren Klassenkameraden:

    • Sie machen über einen längeren Zeitraum verhältnismässig mehr Fehler.
    • Sie  machen immer wieder die gleichen Fehler.
    • Sie  zeichnen sich durch die Stabilität ihrer Lerndefizite aus.
    • Häufig weiten sich ihre Defizite auch auf andere Fächer aus.

 Eine Lese und/oder Rechtschreibstörung zeigt sich durch folgendes:

Lesen:

    • Startschwierigkeiten beim Vorlesen, langes Zögern oder Verlieren der Zeile im Text
    • niedrige  Lesegeschwindigkeit
    • ungenaues Betonen des Textes
    • Wörter im Satz oder Buchstaben in den Wörtern werden vertauscht

Rechtschreiben:

    • Reversionen:  innerhalb eines Wortes werden Buchstaben verdreht,
      besonders oft bei den  Buchstabenpaaren "b-d" und "p-q".
    • Reihenfolgefehler: in einem Wort werden die Buchstaben umgestellt.
    • Einzelne  Buchstaben oder Wortteile werden ausgelassen.
    • Falsche  Buchstaben oder Wortteile werden eingefügt.
    • Regelfehler:  Fehler in der Groß- und Kleinschreibung, Dehnungsfehler.
    • Wahrnehmungsfehler:  ähnlich klingende Buchstaben werden verwechselt,
      z.B. "d-t" oder "g-k".
    • Fehlerinkonstanz:  auch nach angestrengtem Üben wird dasselbe Wort
      immer wieder unterschiedlich falsch geschrieben.

Vor allem bei Diktaten und Aufsätzen treten diese Fehler auf. Das Abschreiben eines Textes kann fehlerlos gelingen. Auch können die Kinder die Wörter korrekt aussprechen und trotzdem falsch schreiben. Interessant ist, dass oft schon im Vorschulalter diese Kinder Schwierigkeiten hatten, das Alphabet aufzusagen, Buchstaben zu benennen, Laute zu unterscheiden und Wortreime zu bilden."

 

Sinnvoll ist, das Kind auf Legasthenie testen zu lassen. Dies kann unter bestimmten Voraussetzungen in der Schule erfolgen oder in einer lerntherapeutischen Einrichtung. Die Diagnose "Legasthenie" nach ICD10F81.0 darf nur ein Kinder- und Jugendpsychologe erstellen. Um in der Schule einen Nachteilsausgleich (siehe  Erlass) zu beantragen, vereinfacht eine fachärztliche Bescheinigung, aus der das Vorliegen einer Lese-Rechtschreibstörung gemäß ICD 10F81.0 hervorgeht, in der Regel den Vorgang.  Unabhängig von der Gewährung eines Nachteilsausgleich hat das Kind Anspruch auf Förderung in der Schule bis zur 10. Klasse an allen Schulformen.

Der Nachteilsausgleich ist nicht zu verwechseln mit dem "Abweichen von den Maßstäben der Leistungsbewertung" (allgemein auch "Notenschutz" genannt)!

 

An dieser Stelle weisen wir auf die inzwischen umfangreiche, wissenschaftlich fundierte Literatur hin:

„Legasthenie muss kein Schicksal sein – was Eltern tun können, um ihren Kindern zu helfen“ von Edith-Maria Soremba, erschienen im Herder Verlag

„Legasthenie und andere Wahrnehmungsstörungen“ von Mechthild Firnhaber, erschienen im Fischer Verlag

„Legasthenie und Dyskalkulie: Stärken erkennen – Stärken fördern“ herausgegeben von Gerd Schulte-Körne in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.

 

 Die Elterngruppe ist durch persönliche Mitgliedschaft dem BVL und ifrk angeschlossen.